Christine von Halle - Rahden, Rantzau, Renaissance
Eine neue Ausstellung im Museumshof Rahden
17.03.2025 (sund) Im Museumshof Rahden ist seit dem 11. März die 5. Ausstellung des Museumsteams der Birger-Forell-Sekundarschule eröffnet.
Die 1533 in der Burg Rahden geborene Adelige war Geschäftsfrau und ebenso selbständig wie ihr reicher und gebildeter Ehemann Heinrich Rantzau. Sie lebten mit 12 Kindern in Schleswig-Holstein und gelangten zu großer Bekanntheit in der Frühen Neuzeit.
Bis Oktober ist die Ausstellung im historischen Speicher zu sehen und an den Aktionstagen gibt es ein Mitmachprogramm der Museums-AG für die Besucher. Die folgenden Bilder geben einen kleinen Vorgeschmack.
Umwelttag der 8. Klassen
17.03.2025 (sund) Die 8. Klassen der BFS hatten am 06. März wieder einen Umwelttag und waren eingeladen, besondere Projekte der Nachhaltigkeit und des Upcyclings zu erleben. Neben der Pohlschen Heide war in Petershagen-Ilse eine weitere Station unser Anlaufpunkt. Das Team der Ilser Webstube zeigte die Herstellung von Geweben und das Upcycling von Altkleidung. Jeder durfte ein eigenes Webstück erstellen und verschiedene Taschenmodelle aus Kleidung gestalten. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Hier eine Auswahl.
Lesepatenschaft
24.02.2025 Jeden Tag können wir uns in der Stadtschule über die neuesten Nachrichten nah und
fern informieren. Denn dank der Lesepatenschaft, die die Firma Hempelmann Wittemöller übernommen
hat, erhalten wir täglich die Neue Westfälische. Herzlichen Dank!
Kulturelles Jubiläum
Erfolgreiches Projekt vonSekundarschule und Berufskolleg

07.02.2025 Das Projekt „Kulturelle Vielfalt – Vielfalt der Kulturen“, das die Birger-Forell-Sekundarschule und das Berufskolleg Lübbecke jährlich gemeinsam durchführen, jährte sich dieses Jahr zum zehnten Mal. Dieses Jubiläum gipfelte in einer mitreißenden Werkschau am 31. Januar. Die Aula der Schule war bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle Gäste durften sich auf packende und unter die Haut gehende Darbietungen freuen.
Schulleiterin Anja Buhrmann und Schulleiter Stefan Becker begrüßten die Gäste sehr herzlich und dankten der Stadt Espelkamp, dem Kreis Minden-Lübbecke und der Peter-Gläsel-Stiftung für die Förderung des Projekts, das somit jedes Jahr stattfinden kann. Sie hoben die Besonderheit der Veranstaltung hervor. Diese sei inzwischen nicht nur als Tradition fest im Schulleben verankert. Das Projekt lebe außerdem von der Kooperation, die bereits im zehnten Jahr gut funktioniere. Dabei sei es nicht hoch genug zu schätzen, dass die beiden Schulen jedes Mal auf externe professionelle Unterstützung zurückgreifen können. Die zentrale Rolle spielten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften, ohne die es nicht gehe, hob Anja Buhrmann hervor. Bürgermeister Dr. Henning Vieker betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Projekts, nicht nur für die kulturelle Bildung, sondern auch für die gelebte Demokratie. Er sicherte die weitere Unterstützung des Projekts durch den Rat der Stadt zu und wünschte den Darbietungen viel Freude und Erfolg. Dieses Mal waren sechsundvierzig Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Birger-Forell-Sekundarschule und siebenunddreißig Studierende der Fachrichtung Sozialpädagogik am Berufskolleg Lübbecke mit dabei.
Neben den selbstgewählten und erarbeiteten Themen können sich die Schülerinnen und Schüler wichtige Skills für ihre Persönlichkeitsentwicklung, wie beispielsweise Selbstbewusstsein, Durchhaltevermögen und Teamarbeit aneignen, was ihnen bereits während ihrer Schulzeit nützt. Dabei gelingt es auf spielerische Weise, kulturelle Vorbehalte abzubauen und im Gegenzug Respekt, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Fairness über gesellschaftliche Schichten hinweg zu stärken. All dies demonstrierte die Werkschau auf eindrucksvolle Weise. An den Themenbereichen feilten die Teilnehmenden eine Woche lang bis nahezu zur Perfektion. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Die Darbietungen aus den Bereichen Rap, Comic, Theater und Tanz standen dieses Mal unter dem Thema „Mut“.
Mario Meier, Hip-Hop-Künstler aus Heilbronn, hatte die Rap-Gruppe eine Woche lang zur Aufführungsreife gebracht. Die selbstgeschriebenen Texte „Wir rappen gegen Rechts“ und „Rassismus ist Gift“ forderten eindringlich zum Nachdenken auf. Mit Versen wie „Mit gegenseitigem Respekt wäre die Welt perfekt“ und „Wir haben keinen Bock auf Rassismus hier und jetzt, Wir steh’n gemeinsam hier und kämpfen für das Recht“ positionierten sich die Schülerinnen und Schüler für Toleranz, Miteinander und Demokratie. Für ein besseres Verständnis der Texte erfolgte die erste Aufführung zunächst ohne den für Rap typischen Beat. Die eigentliche Performance mit ihrem zündenden Rhythmus kam dann nach der Aufführung der Theatergruppe unter der Leitung von Zoé Marie Pape.
Die Theaterpädagogin ist freiberuflich in Hamburg unterwegs und stammt ursprünglich aus Porta Westfalica. Mit ihrem Engagement an der Birger-Forell-Sekundarschule zeigt sie ihre Verbundenheit zur Heimat. Kreativität, Teamarbeit und persönliche Entwicklung stehen in ihrer Arbeit im Mittelpunkt. Dass dies erfolgreich gelang, bewiesen die Schülerinnen und Schüler mit dem Stück „Max ist an allem schuld“. Darin geht es um Konflikte in Schule, Familie und zwischen Freunden, befeuert durch Schuldzuweisungen, Unverständnis und Gruppendynamiken. Die Lösung, um den Konflikt mit Max zu klären, ist ungewöhnlich: Eine Schülerin möchte Teil einer Gruppe sein. Doch sie darf erst dazugehören, wenn sie den Konflikt mit Max klärt. Das Stück gipfelt in den mehrfach wiederholten Sätzen „Soweit hätte es nicht kommen dürfen“, „Gewalt ist keine Lösung“, „Ich stehʼ auf“ und „Gegen Mobbing mit Mut“. Am Ende wendet sich eine Schülerin ans Publikum und stellt die Frage: „Was bedeutet Mut für dich?“
Vor der Aula hatte die Comic-Gruppe eine Ausstellung vorbereitet. Unter der Leitung von Monib Sadat, einem Streetart-Künstler bei der Rap School NRW, hatten die Schülerinnen und Schüler drei bunte Comics gezeichnet. Monsterparks, Zauberei und Space Ball nötigten den Betrachtern Respekt und Anerkennung ab. Die Comics zeigten viel Kreativität und Fantasie. In den entwickelten Storyboards kamen die unterschiedlichsten Charaktere vor. Ungewöhnliche Ideen und starke Emotionen hatten die Schülerinnen und Schüler handwerklich gut umgesetzt.
Die Werkschau endete mit einer fulminanten Tanzshow. Choreografin und Tanzpädagogin Romy Kolb aus Wien, die schon bei einer früheren Werkschau dabei war, hatte ihre langjährige Erfahrung eingebracht. Sie choreographiert derzeit für die Wiener Staatsoper und hat mit dem international bekannten englischen Choreografen Royston Maldoom gearbeitet. Ihr Stil verbindet die Housekultur mit zeitgenössischem Tanz. Dadurch schafft sie eine einzigartige Verbindung von tänzerischen Techniken und kulturellen Werten. Mit ihrem freien spielerischen Zugang fördert sie Kreativität und Ausdrucksfähigkeit. Dass ihr das im Kulturprojekt gelungen war, demonstrierten die Tänzerinnen eindrucksvoll. Sich ständig verändernde Formationen wechselten mit varietéreifen Turneinlagen, dass man Lust bekam, sofort mitzumachen. Das Publikum klatschte begeistert Beifall.
Auch dieses Mal haben die gezeigten Darbietungen voll überzeugt und gezeigt, zu welchen Leistungen die Schülerinnen und Schüler fähig sind. Es steht außer Frage, dass das Kulturprojekt einen wichtigen Beitrag für Jugendliche zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe leistet und dadurch ein konstruktives Miteinander in der Gesellschaft stärkt.
Plädoyer für Menschlichkeit
Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus an der Birger-Forell-Sekundarschule

03.02.2025 Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz jährt sich dieses Jahr zum achtzigsten Mal. Anlässlich des Gedenktages lud die Birger-Forell-Sekundarschule alle Jahrgangsstufen zu Andachten ein. Die Andachten hielten die Lehrkräfte Sabine Matthäus, Christian Sümening und Niko Hass. Unterstützt wurden sie dabei von Jagoda Sarnecka, Meiqi Chen, Ayla Öcal, Lia Helpling, Fynn Doempke und Marcel Ergart aus der Klasse 7c. Musikalisch umrahmten Sabine Matthäus und Niko Hass das Programm mit „Imagine“ von John Lennon und dem jüdischen Lied „Dona, dona“. Beide Lieder passten gut zum Thema. „Imagine“ drückt die Hoffnung der Menschen aus, irgendwann miteinander in Frieden zu leben. „Dona, dona“, zu deutsch „Das Kälbchen“, geschrieben von Jizchak Katzenelson, beschreibt, wie ein junges Kalb zur Schlachtbank geführt wird. Damit spielt es auf den Transport der jüdischen Häftlinge in die Lager an.
In der Andacht für die Jahrgangsstufe 5 berichtete Niko Hass über das Schicksal von Anne Frank. Die Schülerinnen und Schüler aus der 7c verlasen Textstellen aus Anne Franks Tagebuch und ließen Annes Denken und Fühlen lebendig werden. Dabei gewannen alle Anwesenden einen tiefen Einblick in die dunkle Zeit des Nationalsozialismus mit all seinen Verbrechen an der Menschlichkeit. Anne Frank hatte am fünfzehnten Juli 1944, kurz vor ihrer Verhaftung, in ihr Tagebuch geschrieben: „Wenn ich zum Himmel schaue, denke ich, dass sich alles wieder zum Guten wenden wird, dass auch diese Härte aufhören wird, dass wieder Ruhe und Frieden in die Weltordnung kommen werden.“ Anne Frank hat das nicht mehr erlebt. Sie starb im Februar 1945 im Lager Bergen-Belsen. Sie war Jüdin und deshalb verfolgt und umgebracht worden. Sie war ein Mensch, der nicht in das Welt- und Menschenbild der Nationalsozialisten passte. Man hatte ihr das Menschsein aberkannt. „Wir sind aber alle Menschen. Wir haben alle die gleichen Rechte“, betonte Niko Hass und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das in Zukunft so bleibt.
Den Schülerinnen und Schülern des 6. Jahrgangs verdeutlichte Christian Sümening die Methoden der Nazis im Schulunterricht mit dem Ziel, die Jugend in ihrem Sinne zu manipulieren. Die beschriebenen Aufgaben aus dem Unterricht veranschaulichten, wie die Kinder „auf Linie“ gebracht und für den Krieg vorbereitet wurden. Im Mathematikunterricht beispielsweise sollten sie ausrechnen, wie viele Bomben ein Flugzeug bei einer gegebenen Geschwindigkeit über einem wie großen Gebiet abwerfen konnte. Im Sportunterricht wurden Keulen zu Handgranaten und die Sandgrube zur gegnerischen Stellung, die die Schüler stürmen mussten. Der beschriebene Sportlehrer agierte wie ein Feldwebel: Er ließ die Kinder in Reih und Glied marschieren und baute in die zu absolvierenden Übungen Schikanen ein, die dazu dienten, die Kinder zu quälen. Die lebendige Schilderung brachte die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken und Nachfragen.
Anschaulich zeigten Bilder den 7. Klassen, wie die Vernichtung der Häftlinge im Lager Auschwitz-Birkenau ablief. Niko Hass schilderte die damaligen Ereignisse sehr lebendig, so dass etliche Schülerinnen und Schüler betroffen reagierten, dann aber auch interessiert nachfragten. Der Lehrer für Gesellschaftslehre legte dabei einen Fokus auf die Wachmannschaften des Lagers. Er zeigte, dass sie die Inhaftierten wie Schädlinge behandelten, die es auszurotten galt. Ein Foto von fröhlich singenden KZ-Aufsehern und Aufseherinnen entlarvte deren Zynismus gegenüber den Häftlingen.
Im Jahrgang 8 beschrieb Christian Sümening das Schicksal von nicht angepassten Jugendlichen, die deshalb in Jugendstraflagern inhaftiert wurden. Dort mussten sie schwere Arbeit bei oft unzureichender Ernährung leisten, mit schlimmen Folgen für ihre Gesundheit. Zusätzlich hatten sie sich in einigen dieser Lager medizinischen Experimenten zu unterziehen, bei denen manche sogar zu Tode kamen. Die dortigen Ärzte hatten die Anordnung, hierbei keine medizinische Hilfe zu leisten.
Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen hörten im Rahmen einer Dokumentation dargestellte Erlebnisse von Zeitzeugen, die damals in oppositionellen Jugendgruppen wie der Swing-Jugend versuchten, sich der Bevormundung und Unterdrückung zu entziehen. Hier gab es viele Inhaftierungen, aber auch mutige Beispiele für ein Aufbegehren gegen den Terror des Hitler-Regimes. Die Dokumentation wurde durch kurze Erläuterungen von Christian Sümening ergänzt. In seinem Schlusswort plädierte Niko Hass in Erinnerung an den Holocaust für ein menschliches Miteinander. In einer Zeit vieler gesellschaftlicher und politischer Krisen sei es wichtig, Mensch zu bleiben. Sich für Freiheit, Individualität, Toleranz und Recht für alle einzusetzen, ermögliche ein friedliches Leben jetzt und in der Zukunft.
Alle Fragen der Schülerinnen und Schüler ausreichend zu beantworten, hätte den Rahmen der Andachten gesprengt. Christian Sümening und Niko Hass verwiesen auf die Fächer Gesellschaftslehre und Religion, in deren Unterricht noch offen gebliebene Fragen angesprochen werden können.
Das Leitbild der Birger-Forell-Sekundarschule beinhaltet Werte wie Toleranz und Menschlichkeit. Jedes Mitglied der Schulgemeinschaft wird an diesen Werten gemessen. Die Birger-Forell-Sekundarschule unterstützt ihre Schülerinnen und Schüler aktiv darin, demokratische Werte aufzubauen. Die jährliche Andacht zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist Bestandteil der Demokratieerziehung an der Birger-Forell-Sekundarschule.
Projektwoche der Klasse 10d
17.01.2025 (sund) Kurz vor den Weihnachtsferien beschäftigte sich die Klasse 10d mit dem Thema „Weiß“ in einer Projektwoche. Sehr professionelle Ergebnisse sind dabei herausgekommen. Frau Gauselmann lud die Klasse ein, ihre Kreationen beim Winterlichen Schlossvergnügen im Sommer-Gartensaal des Schlosses Benkhausen zu zeigen. Hier einige Bilder davon. Um in die Fotogalerie zu kommen, bitte auf eins der Bilder klicken.
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